Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Dieser Vers aus dem Markusevangelium (Markus 9, 24) wurde als Jahreslosung für 2020 gewählt.

Wie passt das zusammen? Glaube und Unglauben.

Wenn wir an Jesus Christus glauben, sollte doch alles perfekt sein, wir haben doch seine Zusage.
Man lebt nach Gottes Willen und glaubt, dass er alles in seiner Hand hat und nichts Schlimmes passieren kann und uns alles gelingt. Genau wie den Jüngern im Bibeltext. Sie sollten einen Jungen helfen und konnten es nicht.

Warum ist das so? Plötzlich passiert etwas Unvorhergesehenes und man sich fragt: Warum?

Wo ist dann der Glaube?

Nicht immer verstehen wir, was in unserem Leben passiert. Ist es eine plötzliche Krankheit, Arbeitslosigkeit oder sogar der Tod eines lieben Angehörigen.

Schnell kommen wir in Situationen, dass die Zweifel größer werden und überhand nehmen.

Auch Bibelverse wie: „Bittet, so wird euch gegeben;…“ (Matth 7, 7) und „Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun,…“ (Joh 14, 13) signalisieren uns dann eher, da ist etwas nicht in Ordnung mit unserem Glauben.

Wenn wir sie hören, könnte man meinen, Gott wäre ein „Gebetsautomat“ – Gebet rein, Ware (Gebetserhörung) raus.

Doch so ist es nicht. Trotz aller dieser positiven Zusagen ereilt uns auch manchmal etwas Schlimmes. Wir wissen nicht warum. Und wir fühlen uns von Gott allein gelassen.

Aber Gott ist da und will uns auch in diesen Situationen beistehen, tragen. Wir können uns darauf verlassen.

Und wir dürfen ihn auch sagen: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Er wird es tun, vielleicht anders als wir es erwarten, doch wir dürfen gespannt sein, wie er es tun wird.

Mit dieser Gewissheit wünschen wir Allen ein gesegnetes Jahr 2020.

Vielleicht sehen wir Sie ja bei einer unserer nächsten Veranstaltungen.

Wir würden uns freuen.